Fortpflanzungsmedizin

In der Fortpflanzungsmedizin geht es um die natürliche und assistierte Fortpflanzung, deren Störung und mögliche Behandlungsmethoden. Unter dem Oberbegriff der Fortpflanzungsmedizin werden sehr viele unterschiedliche Themen diskutiert, die zum einen in den Bereich der assistierten Reproduktionstechniken gehören, zum anderen in den Bereich der Diagnostik. Hinsichtlich der Diagnostik werden die Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik, die verschiedenen damit verbundenen Methoden und deren individuelle und gesellschaftliche Auswirkungen diskutiert. In der öffentlichen Diskussion geht es dabei vorrangig um die reproduktive Selbstbestimmung, das „Recht auf ein gesundes Kind“, die Frage nach dem Lebensrecht des Embryos sowie die Diskriminierungs- und Selektionsproblematik. Im Kontext der assistierten Reproduktionstechniken geht es um verschiedene Methoden der „Kinderwunschbehandlung“, zum Beispiel die „künstliche Befruchtung“ über In-vitro-Fertilisation oder intracytoplasmatische Spermieninjektion und deren Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit von Frau und Kind sowie die Frage, welchen Stellenwert der Kinderwunsch in der Gesellschaft hat und haben sollte, womit auch die Debatte um die solidarische Finanzierung verbunden ist. Außerdem gehören Themen wie die Eizellspende und die Leihmutterschaft zu diesem Komplex.


Veranstaltungen


Presse

Pressemitteilung 07/2018 Anwendung von Keimbahneingriffen derzeit ethisch nicht vertretbar

26.11.2018
Die am heutigen Montag, dem 26.11.2018, von dem chinesischen Forscher Jiankui He behauptete Geburt zweier mittels Keimbahneingriffs genetisch veränderter Mädchen stellt nach Auffassung des Deutschen Ethikrates eine ernste Verletzung ethischer Verpflichtungen dar.

Pressemitteilung 13/2012 Ethikrat mahnt Verbesserung der PID-Verordnung an

23.11.2012
Der Deutsche Ethikrat gibt Empfehlungen für die Überarbeitung der Verordnung über die rechtmäßige Durchführung einer Präimplantationsdiagnostik (PIDV) der Bundesregierung ab.