Gendiagnostik

Mit Gentests sind diagnostische Methoden gemeint, die Aufschluss über einzelne Gene oder auch die gesamte genetische Ausstattung eines Organismus (Genom) geben können. Genetische Untersuchungen analysieren Gene oder Genprodukte. Dabei gibt es verschiedene Anlässe, einen Gentest durchzuführen, sowie eine unterschiedliche Reichweite der Aussagekraft eines solchen Tests. In Deutschland ist der Einsatz von Gentest im Gendiagnostikgesetz geregelt und nur im Rahmen einer ärztlichen Behandlung zulässig. Anlass für einen Gentest kann das Vorliegen einer klinischen Verdachtsdiagnose sein sowie der Wunsch, eine Verwandtschaft festzustellen oder auszuschließen. Ein Gentest kann vorgenommen werden, um die Anlageträgerschaft einer Person zu untersuchen, oder auch, um Mutationen festzustellen oder auszuschließen, die (mit unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit) zu einer Krankheit im Verlauf des weiteren Lebens führen können. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, über Gentests nähere Informationen über die Verträglichkeit oder auch potenzielle Wirksamkeit von Medikamenten zu erhalten. Weitere Anwendungsbereiche von Gentests sind als Pränatal- oder auch Präimplantationsdiagnostik möglich. Je nach Anwendungsbereich sind damit unterschiedliche Fragestellungen verbunden, die sowohl individual- als auch sozialethische Implikationen haben. Der Deutsche Ethikrat erarbeitet derzeit eine Stellungnahme zur humangenetischen Diagnostik.


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Presse

Pressemitteilung 13/2012 Ethikrat mahnt Verbesserung der PID-Verordnung an

23.11.2012
Der Deutsche Ethikrat gibt Empfehlungen für die Überarbeitung der Verordnung über die rechtmäßige Durchführung einer Präimplantationsdiagnostik (PIDV) der Bundesregierung ab.