Neue Neurotechnologien – Ethik, Recht und Gesellschaft
DALL-E
Wann
Do, 19. März 2026, 13:00 - 17:30 Uhr
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Veranstaltungsort
Allgemeine Hinweise
Die Veranstaltung wird online unter Ethikrat LIVE übertragen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt, mit einigen englischsprachigen Passagen. Für diese wird eine Simultanübersetzung ins Deutsche angeboten. Zudem kann eine automatische Untertitelung angesteuert werden.
Im Nachgang werden ein Videomitschnitt und ein Transkript des Originaltons bereitgestellt.
Wird Neurotechnologie bald im Alltag verbreitet sein? Aufgrund von Fortschritten bei Künstlicher Intelligenz oder im Gerätedesign wird die Technik immer leistungsfähiger und leichter nutzbar. Ob in der Arbeitswelt, Freizeit, Bildung oder in den Bereichen Gesundheit und Wellness: Neurotechnologie kann zunehmend jenseits von medizinischen Spezialanwendungen eingesetzt werden. In der Anhörung möchte der Deutsche Ethikrat gemeinsam mit sieben Sachverständigen darüber sprechen, bei welchen Anwendungsszenarien die größten ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Risiken zu erwarten sind und welchen Handlungsbedarf und welche Lösungsansätze sie dazu sehen.
Im Mittelpunkt stehen die folgenden Fragen:
- Welche Herausforderungen ergeben sich, wenn Neurotechnologien die Gefühle, Aufmerksamkeit oder Gedanken vieler Menschen erfassen oder beeinflussen?
- Wer trägt die Verantwortung, wenn Neurotechnologien angesichts fortschreitender Mensch-Maschine-Kopplungen Prozesse im Gehirn und menschliche Handlungen beeinflussen – womöglich ohne, dass man es merkt?
- Wie können sich Personen und ihr Selbstverständnis durch die Nutzung von Neurotechnologien verändern?
- Welche neuen Abhängigkeiten und Zwänge könnten sich ergeben, wenn Neurotechnologien breit eingesetzt werden, z.B. im Job, in der Bildung oder in anderen Alltagssituationen?
- Welche gesellschaftlichen Risiken ergeben sich angesichts der maßgeblichen Beteiligung großer Tech-Konzerne an aktuellen neurotechnologischen Entwicklungen?
- Wie könnte sich das gesellschaftliche Miteinander verändern, wenn sich infolge allgegenwärtiger Neurotechnologien Normalitätsvorstellungen verändern, Ungleichheit zunimmt oder Werte sich verschieben?
Sachverständige
- Laura Bernáez Timón · Centre for Future Generations
- Jan Christoph Bublitz · Universität Hamburg
- Marcello Ienca · Technische Universität München
- Philipp Kellmeyer · Universität Mannheim
- Bertolt Meyer · Technische Universität Chemnitz
- Saskia Nagel · RWTH Aachen University
- Ilina Singh · University of Oxford
Programm
| Zeit | Programmpunkt |
|---|---|
| 13:00 | Begrüßung Helmut Frister · Vorsitzender des Deutschen Ethikrates |
| 13:05 | Einführung Aldo Faisal · Deutscher Ethikrat |
| Block 1 | |
| 13:10 | Consumer neurotech: Integrating the brain into the digital ecosystem? Laura Bernáez Timón · Centre for Future Generations |
| 13:25 | Neurotechnologie und Human Enhancement: Akzeptanzfaktoren und psychosoziale Risiken Bertolt Meyer · Technische Universität Chemnitz |
| 13:40 | AI as neurotechnology: Tools and self-diagnosis in young people Ilina Singh · University of Oxford |
| 13:55 | Neurotechnologien und ihre ethischen Herausforderungen für zwischenmenschliche und Mensch-Technik-Beziehungen Saskia Nagel · RWTH Aachen University |
| 14:10 | Diskussion |
| 15:10 | Pause |
| Block 2 | |
| 15:35 | Mentale Integrität und Vulnerabilität als ethische Herausforderungen bei Neurotechnologien Philipp Kellmeyer · Universität Mannheim |
| 15:50 | Nicht-medizinische Neurotechnologien: Ethische Grenzen, mentale Selbstbestimmung und Governance Marcello Ienca · Technische Universität München |
| 16:05 | Gedankenfreiheit als Fixpunkt der Regulierung von Neurotechnologien Jan Christoph Bublitz · Universität Hamburg |
| 16:20 | Diskussion |
| 17:20 | Zusammenfassung Eva Winkler · Deutscher Ethikrat |
| 17:25 | Schlusswort Helmut Frister · Vorsitzender des Deutschen Ethikrates |
| 17:30 | Ende |