Prof. Dr. rer. nat. Dr. phil.

Sigrid Graumann

Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe

Schwerpunkte des Engagements im Ethikrat

  • Biomedizin, Bioethik und Behinderung
  • sozialethische Fragen biomedizinischer Forschung und Praxis

Ansprechpartner für Presseanfragen zu folgenden Themen

  • Bioethik und Behinderung
  • medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung
  • Pränataldiagnostik/Präimplantationsdiagnostik
  • Eizellspende/Leihmutterschaft
  • Umgang mit extrem früh oder schwer krank geborenen Kindern
  • Zwangsbehandlung in der Psychiatrie

geboren 1962

Beruflicher Werdegang

  • 1994-1997 Mitglied des Graduiertenkollegs "Ethik in den Wissenschaften", Eberhard-Karls-Universität Tübingen
  • 1997-2002 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Interfakultären Zentrum für Ethik in den Wissenschaften, Eberhard-Karls-Universität Tübingen
  • 1999 Promotion zu wissenschaftstheoretischen und ethischen Fragen der Somatischen Gentherapie im Fach Humangenetik
  • 2002-2008 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft, Berlin
  • 2009 Zweite Promotion mit einer menschenrechtsethischen Arbeit über die UN-Behindertenrechtskonvention im Fach Philosophie, Universität Utrecht, Niederlande
  • 2009-2011 Akademische Rätin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Fachbereich Sozialwissenschaften
  • 2009-2015 Mitglied der Gendiagnostikkommission
  • Seit 2011 Professorin für das Lehrgebiet Ethik im Fachbereich Heilpädagogik und Pflege an der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Bochum
  • Seit 2016 Prorektorin für Forschung und Weiterbildung

Mitgliedschaften

  • Mitglied der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" des Deutschen Bundestages (2000-2002; 2003-2005)
  • Akademie für Ethik in der Medizin
  • Deutsche Gesellschaft für Philosophie
  • Grüne Akademie der Heinrich-Böll-Stiftung
  • 2016 Berufung in den Deutschen Ethikrat durch den Präsidenten des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Norbert Lammert

Ehrungen

  • 2009 Preis der Lehre der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Ausgewählte Publikationen

  • Graumann, S. (2014). Assistierte Freiheit. Vorschlag einer moralphilosophischen Begründung sozialer Menschenrechte über verbindliche gemeinschaftliche Solidaritätspflichten. Jahrbuch für Ethik und Recht Bd. 22, 2014, S. 229-249.
  • Graumann, S. (2014). Kann Zwang ethisch gerechtfertigt sein? Ethische Überlegungen zu unfreiwilligen psychiatrischen Behandlungen. In: Henking, Tanja; Vollmann, Jochen (Hg.): Gewalt und Psyche. Die Zwangsbehandlung auf dem Prüfstand. Nomos, Baden Baden 2014, S. 123-151.
  • Graumann, S. (2014). Die UN-Behindertenrechtskonvention und der Anspruch behinderter Menschen auf gesellschaftliche Anerkennung – sozialethische Überlegungen zur Praxis der Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik. In: Duttge, Gunnar; Engel, Wolfgang; Zoll, Barbara (Hg.): „Behinderung“ im Dialog zwischen Recht und Humangenetik. Universitätsverlag Göttingen 2014, S. 71-82.
  • Graumann, S. (2011). Assistierte Freiheit. Von einer Behindertenpolitik der Wohltätigkeit zu einer Politik der Menschenrechte. Campus, Frankfurt a.M.
  • Graumann, S. (2011). Sorge und Gerechtigkeit. Wie sollte eine angemessene Konzeption sozialer Gerechtigkeit für behinderte Menschen aussehen? Zeitschrift für politische Theorie, Jg. 2, Heft 1, 2011, S. 23-40.
  • Graumann, S. (2011). Zulässigkeit später Schwangerschaftsabbrüche und Behandlungspflicht von zu früh und behindert geborenen Kindern – ein ethischer Widerspruch? Ethik in der Medizin Band 22, Heft 2, Juni 2011, S. 123-134.