Prof. Dr. (TR) Dr. phil. et med. habil.

Ilhan Ilkilic

Geschäftsstelle Deutscher Ethikrat

Schwerpunkte des Engagements im Ethikrat

  • Islamische Medizinethik und Bioethik
  • Interkulturelle Medizinethik und Bioethik
  • Klinische Ethik im interkulturellen Kontext
  • Kultur und klinische Ethikberatung
  • Ethische Fragen am Lebensbeginn und Lebensende
  • Ethische Fragen von Humangenomforschung und Public Health Genetics
  • Gesundheitsethik und Gesundheitsmündigkeit / Health Literacy
  • E-Health, Kultur und Ethik

geboren 1967

Beruflicher Werdegang

  • 1984-1990 Studium der Humanmedizin an der Universität Istanbul
  • 1990 Erwerb des medizinischen Doktorgrads an der Universität Istanbul
  • 1991-1997 Studium der Philosophie, Islamwissenschaften und orientalischen Philologie an der Ruhr-Universität Bochum
  • 1997-2000 DFG-Stipendiat im Graduiertenkolleg „Ethik in den Wissenschaften“ an der Universität Tübingen zum philosophischen Dissertationsprojekt „Medizinethische Aspekte des muslimischen Krankheitsverständnisses in einer wertpluralen Gesellschaft“
  • 1999 Magister Artium, Philosophie, Ruhr-Universität Bochum
  • 1999 Forschungsaufenthalt an der Georgetown University (Kennedy Institute of Ethics), Washington DC, USA
  • 2001 Dissertation zum Dr. phil. in der Fakultät für Philosophie, Pädagogik und Publizistik der Ruhr-Universität Bochum
  • 2001-2002 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am „Interfakultären Zentrum für Ethik in den Wissenschaften“ (IZEW) am Forschungsprojekt „Informationen und Aufklärung über Chancen und Risiken der Humangenetik und neuer gen- und biotechnischer Verfahren“, gefördert durch die BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung), Universität Tübingen
  • 2003-2004 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG-Forschungsprojekt „Kulturübergreifende Bioethik“, am Teilprojekt „Gesundheitsmündigkeit“, Fakultät für Philosophie, Ruhr-Universität Bochum
  • 2005-2008 Projektkoordination und Ausführung des Forschungsprojekts „Public Health Genetics. Development, Conception, Normative Evaluation“ im Rahmen des Nationalen Genomforschungsnetzes, NGFN-2, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, Institut für Geschichte Theorie und Ethik der Medizin, Universitätsmedizin Mainz
  • 2008 Forschungsaufenthalt an der Duke University, Institute for Genome Science and Policy, Durham, North Carolina, USA
  • Seit 2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Universitätsmedizin Mainz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Mitgliedschaften

  • Arbeitsgruppe „Migration und Gesundheit“ der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer (ZEKO)
  • Bioethikkommission des Landes Rheinland-Pfalz (2008-2011)
  • Akademie für Ethik in der Medizin
  • Fachverband Medizingeschichte
  • International Society for Cultural History
  • Klinisches Ethikkomitee der Universitätsmedizin Mainz
  • Verein zur Förderung der Ethik in den Wissenschaften (Universität Tübingen)
  • Studiengangskommission des Masterstudiengangs Medizinethik
  • The European Society for Philosophy of Medicine and Health Care (2008-2011)
  • Zentrum für interkulturelle Studien der Johannes Gutenberg Universität Mainz
  • 2012 Berufung in den Deutschen Ethikrat durch den Präsidenten des Deutschen Bundestages, Prof. Norbert Lammert
  • 2016 erneute Berufung in den Deutschen Ethikrat durch den Präsidenten des Deutschen Bundestages, Prof. Norbert Lammert

Ausgewählte Publikationen

  • Positionen und Argumente zu reproduktionsmedizinischen Verfahren in den innerislamischen Diskussionen, in: Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie, 2011, 8 (S2), S. 10-14.
  • Ethical Aspects of Human Embryonic Stem Cell Research in the Islamic World: Positions and Reflections, in: Stem Cell Reviews and Reports, 2010, (6): 151–161. (mit H. Ertin)
  • Medizinethische Aspekte des interkulterellen Arzt-Patienten-Verhältnisses, in: Migration und Gesundheit. Kulturelle Vielfalt als Herausforderung für die medizinische Versorgung, Deutscher Ethikrat (Hg.), Berlin: Deutscher Ethikrat, 2010, S. 29-40.
  • Religiöser Glaube - Islam. Mögliche Konflikte im klinisch-gynäkologischen Alltag in: Der Gynäkologe, 2010, (43): 53–57. (mit M. David)
  • Coming to Grips with Genetic Exceptionalism: Roots and Reach of an Explanatory Model in: Medicine Studies, an International Journal for History, Philosophy, and Ethics of Medicine & Allied Sciences, 2009, (2): 131-142.
  • Ethical Aspects of Genome Diversity Research: Genome Research on Cultural Diversity or Cultural Diversity of Genome Research? in: Medicine, Health Care and Philosophy, 2009, 12(1), S. 25-34. (mit N. W. Paul)
  • Chancen und Grenzen des Einsatzes von Online-Ressourcen bei der genetischen Aufklärung und Beratung. In: I. Hirschberg; A. Frewer et al. (Hg.): Ethische Fragen genetischer Beratung. Frankfurt am Main: Peter Lang Verlag, 2009, S. 303-316. (mit M. Wolf)
  • Die kultursensible und kultursensitive Patientenverfügung in einer wertpluralen Gesellschaft am Beispiel muslimischer Patienten, in: Ethik in der Medizin, 2008(20), S. 221-229.
  • Kulturelle Aspekte bei ethischen Entscheidungen am Lebensende und interkulturelle Kompetenz, in: Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz, 2008(51):8, S. 857-64.
  • Medizinethische Entscheidungen am Lebensende in einer wertpluralen Gesellschaft am Beispiel muslimischer Patienten, in: Zeitschrift für Evangelische Ethik, 52. Jahrgang, 2008/1, S. 34-49.
  • Medizinethische Aspekte der Kultur in der Neonatologie, in: Pädiatrische Praxis, Zeitschrift für Kinder- und Jugendmedizin in Klinik und Praxis, Oktober 70/4 2007, S. 569-576. (mit U. Schmidtke)
  • Schöne neue Welt der Prävention? Zur Voraussetzungen und Reichweite von Public Health Genetics, in: Das Gesundheitswesen, 2007(69), S. 53-62. (mit M. Wolf, M. und N. W. Paul)
  • Medizinethische Aspekte im Umgang mit muslimischen Patienten, in: DMW (Deutsche Medizinische Wochenschrift), 2007(30), 132. Jahrgang, S. 1587-1590.
  • Begegnung und Umgang mit muslimischen Patienten, Eine Handreichung für die Gesundheitsberufe, Medizinethische Materialien, 160, 6. Auflage, Bochum 2006.
  • Wann beginnt das menschliche Leben? Philosophisch-theologische Reflexionen aus der muslimischen Perspektive. in: U. H.J. Körtner et al. (Hrsg.): Lebensanfang und Lebensende in den Weltreligionen. Beiträge zu einer interkulturellen Medizinethik, Neukirchen-Vlyun: Neukirchener Verlag, 2006, S. 145-164.
  • Wann endet das menschliche Leben? Das muslimische Todesverständnis und seine medizinethischen Implikationen, in: U. H.J. Körtner et al. (Hrsg.) Lebensanfang und Lebensende in den Weltreligionen. Beiträge zu einer interkulturellen Medizinethik, Neukirchen-Vlyun: Neukirchener Verlag, 2006, S. 165-182.
  • E-Health in muslimischen Kulturen, Medizinethische Materialien, Heft 158, Bochum 2005. (mit I. Ince und A. Pourgholam-Ernst)
  • Gesundheitsverständnis und Gesundheitsmündigkeit in der islamischen Tradition, Medizinethische Materialien, Heft 152, 2. Auflage, Bochum 2005.
  • Der muslimische Patient. Medizinethische Aspekte des muslimischen Krankheitsverständnisses in einer wertpluralen Gesellschaft. Münster, London u. a. 2002
  • Bioethical Issues in the Relationship between Muslim Patient and Non-Muslim Physician. In: Biomedical Ethics, Newsletter of the European Network for Biomedical Ethics 5 (2000), S. 125-130.