Forum Bioethik

Trans-Identität bei Kindern und Jugendlichen: Therapeutische Kontroversen – Ethische Fragen

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Sam Wordley/Shutterstock

Zum Thema

Nach Angaben von Beratungsstellen in Deutschland ist die Anzahl derjenigen Kinder und Jugendlichen, die ihre empfundene geschlechtliche Identität im Widerspruch zu der ihnen zugeschriebenen Geschlechtszugehörigkeit wahrnehmen, in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Kritisch diskutiert wird, welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind und insbesondere welche medizinischen und psychotherapeutischen Angebote angemessen sind. Da es sich bei Kindern und Jugendlichen um eine besonders vulnerable Betroffenengruppe handelt, erfordern die im Kontext von Trans-Identität erwogenen therapeutischen Maßnahmen eine eigene ethische Reflexion. Der Deutsche Ethikrat lädt am 19. Februar 2020 zu einer öffentlichen Abendveranstaltung der Reihe „Forum Bioethik“ zum Thema „Trans-Identität bei Kindern und Jugendlichen: Therapeutische Kontroversen – Ethische Fragen“ ein, um die Öffentlichkeit für die ethischen Aspekte eines angemessenen gesellschaftlichen und medizinischen Umgangs mit Trans-Identität zu sensibilisieren und dazu mit betroffenen Personen, Expertinnen und Experten aus Medizin, Ethik und Recht sowie dem Publikum in einen Dialog zu treten.

Im Mittelpunkt des Forums stehen die Auseinandersetzung über unterschiedliche Herangehensweisen sowie die Herausforderungen, die sich für die betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie ihre Eltern aus medizinischer, psychologischer, ethischer und rechtlicher Sicht ergeben.

Dabei werden unter anderem folgende Fragen in den Blick genommen:

  • Was ist Trans-Identität und welche Erfahrungen machen Kinder und Jugendliche, die einen Widerspruch zwischen dem selbst erlebten Geschlecht und dem bei Geburt zugeschriebenen Geschlecht erfahren?
  • Wie ist der Wunsch nach Transition im Kindes- und Jugendlichenalter aus kinderpsychiatrischer Sicht zu bewerten?
  • Welche Parameter sind entscheidend bei der Beurteilung der Angemessenheit eines Behandlungsangebots? Welche wissenschaftlichen Evidenzen liegen für verschiedene therapeutische Vorgehensweisen vor?
  • Welche Rechte, insbesondere Kinderrechte, sind hinsichtlich psychotherapeutischer und medizinischer Interventionen bei Kindern und Jugendlichen zu beachten?
  • Wie können die Erfahrungen von betroffenen Personen im medizinischen und gesellschaftlichen Umgang mit Trans-Identität besser berücksichtigt werden?

Programm

18:00 Uhr
Begrüßung
Peter Dabrock, Vorsitzender des Deutschen Ethikrates

18:05 Uhr
Einführung
Claudia Wiesemann, Stv. Vorsitzende des Deutschen Ethikrates

18:15 Uhr
Therapeutische Kontroverse
Alexander Korte, Klinikum der Universität München
Georg Romer, Universitätsklinikum Münster

18:45 Uhr
Perspektive einer Betroffenen
Felizia Weidmann, Studierende

19:00 Uhr
Rechtlich-ethische Reflexion
Friederike Wapler, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

19:15 Uhr
Podiumsdiskussion
Till Amelung, Freier Autor
Felizia Weidmann, Studierende
Karoline Haufe, Trans-Kinder-Netz e.V.
Friederike Wapler, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Alexander Korte, Klinikum der Universität München
Georg Romer, Universitätsklinikum Münster

Moderation: Judith Simon, Deutscher Ethikrat

20:30 Uhr
Schlusswort
Peter Dabrock, Vorsitzender des Deutschen Ethikrates

20:35 Uhr
Empfang mit Videoprojektion der Ausstellung "Max ist Marie"

Online-Anmeldung (siehe unten stehendes Formular) erforderlich bis 14. Februar 2020.

Interessenten können die Veranstaltung per Video-Livestream verfolgen.

Für Hörgeschädigte steht während der Veranstaltung eine Simultanmitschrift zur Verfügung.

Während der Veranstaltung werden Bild- und Tonaufnahmen von Referentinnen und Referenten angefertigt. Bildaufnahmen vom Publikum sind nicht vorgesehen. Sofern sich Veranstaltungsbesucher im Rahmen der Diskussion mit dem Publikum mit Wortbeiträgen einbringen, werden diese ebenfalls aufgezeichnet. Mit Ihrer Teilnahme an der Tagung erklären Sie sich damit einverstanden, dass der Veranstalter diese Tonaufnahmen unwiderruflich, zeitlich und räumlich uneingeschränkt in allen Publikationen und Medien der Öffentlichkeitsarbeit verwenden kann, solange der Bezug zur Tagung hergestellt ist.

Anmeldung

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