Arzneimittelforschung

Arzneimittelforschung und klinische Forschung ist notwendig, um Medikamente und andere Therapieansätze hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Sicherheit zu untersuchen. Dazu werden klinische Studien, die zuvor einer Ethikkommission zur Prüfung vorgelegt wurden, an Patienten oder gesunden Probanden durchgeführt. Für Studien, die nach Arzneimittelgesetz bzw. Medizinproduktegesetz durchgeführt werden, ist das Votum der Ethikkommission rechtsverbindlich, für sogenannte "Sonstige Studien" hat das (verpflichtend einzuholende) Votum der Ethikkommission beratenden Charakter. Besondere Aufmerksamkeit gilt ethisch der Forschung mit nicht einwilligungsfähigen Personen. Einerseits sind diese vor Instrumentalisierung zu schützen, andererseits bewirkt ein vollständiges Forschungsverbot, dass diese Personen (zum Beispiel Kinder, Menschen mit Behinderung, von Demenz betroffene Menschen) von den Fortschritten in der Medizin ausgeschlossen sind. Unterschieden wird in diesem Zusammenhang zwischen der Teilnahme an Studien mit einem individuellen Nutzen für die betroffene Person, gruppennütziger und fremdnütziger Forschung. Ethisch einschlägig für Forschung am Menschen ist die Helsinki-Deklaration.

Veranstaltungen


Presse

Pressemitteilung 03/2017 Ethikrat hört Sachverständige zu "wohltätigem Zwang" in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Pflege und Behindertenhilfe

17.05.2017
Der Deutsche Ethikrat führt am kommenden Donnerstag, dem 18. Mai 2017, eine öffentliche Sachverständigenanhörung zum Thema Zwang in der Kinder- und Jugendhilfe in Berlin durch. Eine weitere Anhörung zum Thema Zwang in der Pflege und Behindertenhilfe findet einen Tag später, am 19. Mai 2017, statt. Interessenten können beide Anhörungen im Audio-Livestream mitverfolgen und online kommentieren.

Pressemitteilung 07/2012 Ethikrat rückt den Patienten in den Fokus der personalisierten Medizin

25.05.2012
Können Patienten und Gesundheitssystem sich künftig auf eine maßgeschneiderte Medizin freuen, die mit diagnostischen Tests für jeden die individuell beste Therapie ermittelt? Dieser Frage ging der Deutsche Ethikrat im Verlauf seiner Jahrestagung am 24. Mai nach und stellte dabei den Patienten in den Vordergrund.