Forum Bioethik

Gesundheitsvorsorge: Rechtliche und ethische Aspekte der Präventivmedizin

dbb forum berlin, Atrium I + II, Friedrichstraße 169/170, 10117 Berlin

Mit den Diskussionen um eine Nährwertampel, das Rauchverbot oder die Bonussysteme der Krankenkassen für eine gesunde Lebensweise rückt die Präventivmedizin immer mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Es geht darum, einer möglichen Erkrankung durch die Beseitigung der angenommenen Ursachen oder die Verringerung von Risikofaktoren zuvorzukommen und Gesundheit zu fördern. Ziel ist die Erhaltung von Lebensqualität bis ins Alter. Die Stärkung der Eigenverantwortung ist hierbei ein wichtiger Aspekt.

Zum Thema

Mit den Diskussionen um eine Nährwertampel, das Rauchverbot oder die Bonussysteme der Krankenkassen für eine gesunde Lebensweise rückt die Präventivmedizin immer mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Es geht darum, einer möglichen Erkrankung durch die Beseitigung der angenommenen Ursachen oder die Verringerung von Risikofaktoren zuvorzukommen und Gesundheit zu fördern. Ziel ist die Erhaltung von Lebensqualität bis ins Alter. Die Stärkung der Eigenverantwortung ist hierbei ein wichtiger Aspekt.

Neben der individuellen Prävention sollen insbesondere Maßnahmen gestärkt werden, die die Rahmenbedingungen in sozialen Brennpunkten, Schulen, Kindergärten und Betrieben verändern können.

Prävention spielt sowohl in Bezug auf die demographische Entwicklung und den damit verbundenen Anstieg chronischer Krankheiten als auch hinsichtlich der Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen eine Rolle.

Mit der Prävention sind verschiedene Fragen verbunden, etwa:

  • Welche Möglichkeiten der Einflussnahme gibt es und wen erreichen sie?
  • Wie verhalten sich Eigenverantwortung und staatliche Intervention zueinander?
  • Welche ethischen Bedenken gibt es?
  • Unter welchen Bedingungen sind Präventionsmaßnahmen angemessen und sozial gerecht?

PD Dr. Julika Loss, akademische Oberrätin am Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth, wird in ihrem Vortrag aus medizinischer Sicht in die Thematik einführen, Dr. Harald Schmidt, Assistent Director am Nuffield Council on Bioethics, London, wird auf die ethischen Aspekte eingehen und Prof. Dr. Stefan Huster vom Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungsrecht mit besonderer Berücksichtigung des Sozialrechts der Ruhr-Universität Bochum wird über die rechtlichen Fragen sprechen. Daran schließt sich eine Diskussion mit Mitgliedern des Deutschen Ethikrates und dem Publikum an.

Durch die Veranstaltung führt Prof. Dr. Bettina Schöne-Seifert, Mitglied des Deutschen Ethikrates.

Programm

Begrüßung
Prof. Dr. jur. Edzard Schmidt-Jortzig
Vorsitzender des Deutschen Ethikrates

Einführung und Moderation
Prof. Dr. med. Bettina Schöne-Seifert
Mitglied des Deutschen Ethikrates

Vortrag
PD Dr. med. Julika Loss
Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth

Moderation
Prof. Dr. med. Bettina Schöne-Seifert
Mitglied des Deutschen Ethikrates

Harald T. Schmidt
Nuffield Council on Bioethics, London
Präsentation

Moderation
Prof. Dr. med. Bettina Schöne-Seifert
Mitglied des Deutschen Ethikrates

Vortrag
Prof. Dr. jur. Stefan Huster
Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungsrecht mit besonderer Berücksichtigung des Sozialrechts der Ruhr-Universität Bochum
Präsentation

Diskussion