Öffentliche Anhörung

Forschung an iPS-Zellen und an hES-Zellen, die durch Zellkerntransfer hergestellt wurden – Neue Herausforderungen für das Klonverbot?

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Einstein-Saal, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Die durch das Klonschaf Dolly bekannt gewordene Methode des Zellkerntransfers, durch die schon mehrere Tierarten erfolgreich geklont wurden, führte 2013 nach der Übertragung von Zellkernen menschlicher Hautzellen in entkernte Eizellen erstmals zur Herstellung menschlicher embryonaler Stammzellen.

Podium, Deutscher Ethikrat, Fotograf: Reiner Zensen

Zum Thema

Die durch das Klonschaf Dolly bekannt gewordene Methode des Zellkerntransfers, durch die schon mehrere Tierarten
erfolgreich geklont wurden, führte 2013 nach der Übertragung von Zellkernen menschlicher Hautzellen in entkernte Eizellen erstmals zur Herstellung menschlicher embryonaler Stammzellen.

Stammzellen können auch auf dem Weg der genetischen Reprogrammierung von Körperzellen gewonnen werden. Solche sogenannten induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS Zellen) ähneln embryonalen Stammzellen: Sie können viele verschiedene Zelltypen bilden, unter anderem auch Keimzellen. Unter besonderen experimentellen Bedingungen entstanden aus iPS Zellen der Maus sogar Embryonen, die zu lebensfähigen Mäusen heranreiften.

Technisch scheint demnach sowohl durch Zellkerntransfer als auch durch Reprogrammierung das Klonen von Menschen denkbar zu sein. Dieses ist nach dem Embryonenschutzgesetz in Deutschland zwar grundsätzlich verboten. Mit Blick auf die aktuellen technischen Entwicklungen hat die Gesundheitsministerkonferenz der Länder allerdings die Frage aufgeworfen, inwiefern die neuen Technologien von den geltenden Gesetzen erfasst werden und ob eine Überprüfung der Rechtslage erforderlich sein könnte. Sie hat den Deutschen Ethikrat gebeten, sich mit dieser Frage zu befassen. Aus diesem Anlass befragt der Ethikrat am 8. Mai in öffentlicher Sitzung drei Experten aus den Bereichen Naturwissenschaft, Ethik und Recht.

Programm

Begrüßung
Christiane Woopen · Vorsitzende des Deutschen Ethikrates

Vorträge
Prof. Dr. Hans R. Schöler · Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin
Präsentation

Fragen an Hans R. Schöler

Prof. Dr. Ralf Müller-Terpitz · Universität Mannheim
Präsentation

Fragen an Ralf Müller-Terpitz

Prof. Dr. Klaus Tanner · Universität Heidelberg

Fragen an Klaus Tanner

Diskussion