Prof. em. Dr. jur. Dres. h. c.
Spiros Simitis

geboren 1934

  • Beruflicher Werdegang
    • 1952–1956 Studium der Rechtswissenschaften, Universität Marburg
    • 1956 Promotion mit einer Arbeit über die ”Faktischen Vertragsverhältnisse”
    • 1956-1962 Wissenschaftlicher Assistent an der Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
    • Habilitation an der Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
    • 1964-1969 Professor für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht und Internationales Privatrecht, Justus Liebig-Universität Gießen
    • seit 1969 Professor für Arbeitsrecht, Bürgerliches Recht und Rechtsinformatik, insbesondere Datenschutz, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
    • Direktor der Forschungsstelle für Datenschutz an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
    • Gastprofessor u. a. an den Universitäten Yale (seit 1980) und Paris (1990-2001)
  • Mitgliedschaften
    • seit 1966 Mitglied des Deutschen Rates für Internationales Privatrecht
    • 1966-1980 Generalsekretär der Internationalen Zivilstandskommission
    • 1975-1991 Hessischer Datenschutzbeauftragter
    • 1970-1982 Mitglied der Deputation des Deutschen Juristentages
    • 1982-1986 Vorsitzender der Expertenkommission für Datenschutzfragen des Europarates
    • seit 1988 Ständiger Berater der EG-Kommission in Datenschutzfragen
    • 1990-1996 Mitglied des Forschungsrates des Europäischen Hochschul-Instituts Florenz
    • 1994 Berater des Internationalen Arbeitsamtes für die Ausarbeitung einer Regelung des Arbeitnehmerdatenschutzes
    • 1998-1999 Vorsitzender der High-Level-Experten-Kommission der EG-Kommission zur Grundrechtscharta
    • 1999-2001 Mitglied der Strategiekommission zur weiteren Entwicklung des Europäischen Hochschulinstituts Florenz
    • seit 2001 Mitglied des Nationalen Ethikrates; Vorsitzender 2001-2005
    • 2008 Berufung in den Deutschen Ethikrat durch den Präsidenten des Deutschen Bundestages, Prof. Norbert Lammert
  • Ehrungen
    • 1992 Dr. jur. h. c. der Universität Thrazien
    • 2002 Ehrenmitglied der Deputation des Deutschen Juristentages
    • 2003 Dr. jur. h. c. der Universität Athen
    • 2003 Korrespondierendes Mitglied der Athener Akademie der Wissenschaften
  • Ausgewählte Publikationen
    • Bundesdatenschutzgesetz, Kommentar (Hrsg.), 1. Aufl. 1978; 5. Aufl. 2003
    • EG-Datenschutzrichtlinie, Kommentar (zusammen mit U. Dammann) (1997)
    • Zur Verrechtlichung der Arbeitsbeziehungen, in: Zacher/Kübler u. a. (Hrsg.), Verrechtlichung von Wirtschaft, Arbeit und sozialer Solidarität (1984) 73 ff.
    • Kindschaftsrecht – Elemente einer Theorie des Familienrechts, in: Festschrift für W. Müller-Freienfels (1987) 329 ff.
    • Die verordnete Sprachlosigkeit: das Arbeitsverhältnis als Kommunikationsbarriere, in: Festschrift für H. Simon (1987) 329 ff.
    • Lob der Unvollständigkeit: Zur Dialektik der Transparenz personenbezogener Informationen, in: Festschrift für G. Mahrenholz (1994) 573 ff.
    • Internet oder der entzauberte Mythos vom „freien Markt der Meinungen“, in: Freundesgabe für F. Kübler (1997) 285 ff.
    • Auf dem Weg zu einem neuen Datenschutzkonzept, Datenschutz und Datensicherheit (2000) 714 ff.
    • Data Protection in the European Union – The Quest for Common Rules, in: Collected Courses of the Academy of European Law Vol. VIII 1 (2001) 95 ff.
    • Der Streit um die Stasi-Akten oder die fortschreitende Enthistorisierung des Interpretationsprozesses, in: Festschrift für K. Lüderssen (2002)141 ff.